peter schweiger

nächste aktivitäten

siehe startseite

repertoire klaviermelodramen

Ferruccio Busoni
Eine alte Geschichte in neue Reime gebracht

Diego Fischers
Der Handschuh (Schiller)

Ferdinand Hummel
Die Mette von Marienburg (Dahn)

Franz Liszt
Der traurige Mönch (Lenau)
Lenore (Bürger)

Carl Loewe
Tom der Reimer (Fontane)

Josef Pembaur
Der Sänger (Goethe)

Carl Reinecke
Schelm von Bergen (Heine)

August Reuss
Das Seegespenst (Heine)

Gerhard Rühm
Statistische Melodramen

Annette Schmucki
liebeslieder - UA

Arnold Schönberg
Pierrot Lunaire (Giraud/Hartleben) für Ensemble

Robert Schumann
Die Flüchtlinge (Shelley)
Der Heideknabe (Hebbel)
Schön Hedwig (Hebbel)

Richard Strauss
Das Schloss am Meer (Uhland)

Alfred Zimmerlin
Etymologie des Verschwindens (Thomas Meyer)
Ein Lachen (Ingrid Fichtner) - UA
Braue (Thomas Kling) - UA
Glück (Thomas Meyer) - UA

wort und musik

gemeinsam mit petra ronner


vom umhalsen der sperlingswand, oder 1 schuhmannwahnsinn
von friederike mayröcker
mit musik von robert schumann, johannes brahms, roland moser
25. april 2013
sogar Theater Zürich

eindeutig vielfältig
Eine Montage über Gerhard Rühm
UA 30. März 2012
sogar Theater Zürich

Max Frisch - New York
Auszüge aus Frischs Entwurf zu einem dritten Tagebuch und amerikanische Klaviermusik
10. - 12. Februar 2012
sogar Theater Zürich

sprechmusiksprachen
Melodramen, Lautgedichte und Klangsprache von der Romantik über DADA zur Wiener Gruppe
17. Dezember 2011
La Vouta Lavin, Engadin

laute zählung
Melodramen einst und jetzt

Texte & Musik von Busoni, Hebbel, Jandl, Lenau, Liszt, Meyrink, Ronner, Rühm, Satie, Schumann, Shelley, Wittgenstein und Zimmerlin
23. November 2011
Textilmuseum St. Gallen, in der Textilbibliothek



Foto © Bernhard Fuchs

Storch und Stachelschwein
Theaterphantasien von Robert Walser und Claude Debussy
21. September 2011
Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen



Foto © Katalin Deér

Karawane, die Treppe hinuntersteigend
Vom Lautgedicht zur Sprechblase
18. Mai 2011
Kunstbibliothek Sitterwerk St. Gallen


petra ronner

zum melodram

Die Verbindung des gesprochenen Wortes mit instrumentaler oder orchestraler Musik ist eine Erfindung des ausgehenden 18. Jahrhunderts – es heisst, Rousseau habe das sogenannte Melodram erfunden. Benda, ein Zeitgenosse Mozarts schrieb die ersten, mit einer durchgehenden Handlung bedachten Melodramen für die Bühne. Eine eigentliche Blüte erreichte das Genre in der Romantik, wo es (zum Beispiel in den von Liszt vertonten Balladen) vor allem für die Schilderung geheimnisvoller, ja geisterhafter Ereignisse Verwendung fand.

Am Beginn des 20. Jahrhundert hat Schönberg die melodramatische Technik auf eine bedeutsame Weise genützt und damit einen Weg vorgezeichnet, der den Einbezug aussermusikalischer Mittel in die Komposition (wie Klänge der Instrumente jenseits ihrer vorbestimmten Verwendung, Alltagsgeräusche, Maschinengetöse, die Stimme als reine Klangquelle oder artikularisches Gestammel) in der zeitgenössischen Musik zur Selbstverständlichkeit werden liess. Gleichzeitig entdeckten die Autoren den Reichtum der gesprochenen Sprache und gaben ihr neue Aufgaben im Bereich der Lautgedichte, Sprechgesänge und abstrakten Vokalkompositionen.
Die zeitgenössische Kunst hat die Grenze zwischen Musik und Sprache gänzlich aufgebrochen und eine Reihe von Werken hervorgebracht, in der die Gesetze der Musik auf die Sprache, jene der Sprache auf die Musik übertragen werden und zu ebenso überraschenden wie innovativen Ergebnissen führt.

Dabei reicht die Palette der Ausdrucksmöglichkeiten von harmlos-heiteren Beispielen bis zu existentiell-dramatischen Stücken, wird der Vitz dieser ungewöhnlichen Verbindung von Stimme und Instrument ebenso thematisiert wie deren ästhetische Gebrochenheit für die Inhalte der Kunstwerke fruchtbar gemacht.
Peter Schweiger und Petra Ronner spannen in ihren Programmen einen weiten Bogen durch manche Erscheinungsformen des Melodrams und vermitteln dadurch eine Begegnung mit dieser Kunstform, die belustigt, nachdenklich macht, Erfahrungen zu sammeln erlaubt, Erlebnisse vermittelt und dabei doch in hohem Mass kurzweilig ist.


PRESSE